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Wie schütze ich mich vor einem Blackout?
Für den Normalbürger ist die ständige Verfügbarkeit von elektrischem Strom eine Selbstverständlichkeit. Stromausfälle sind bei uns eher selten und wenn doch, sind sie meistens nach wenigen Stunden wieder vorbei. Aber es kann auch anders kommen.
In einer Welt, die vollständig von Elektrizität abhängig ist, kann ein Blackout schnell zu schlimmen Zuständen führen.
Ein solcher Ausfall kann Stunden, Tage oder im Worst-Case-Szenario sogar Wochen andauern.
In Deutschland und Österreich warnen Behörden wie das
Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) regelmäßig vor den Risiken und raten zur Vorsorge.
Doch wie bereitet man sich konkret vor? Dieser Artikel gibt Tipps und praktische Ratschläge, um Sie, Ihre Familie oder ihr Unternehmen zu schützen.
Ziel ist es, vorbereitet zu sein, dadurch Panik zu vermeiden und stattdessen handlungsfähig zu bleiben.
Ursachen und Risiken eines Blackouts verstehen
Ein Blackout ist ein großflächiger Stromausfall, der ganze Regionen lahmlegt. Mögliche Ursachen können Unwetter, Überlastungen des Stromnetzes oder auch gezielte Sabotage sein. In den letzten Jahren haben Ereignisse wie der Stromausfall in Texas 2021 oder kleinere Blackouts in Europa gezeigt, wie störanfällig unsere Energieversorgung ist.
Mit der richtigen Planung und Vorbereitung können Sie die Gefahren reduzieren.
Die Grundlagen der Vorsorge: Den Notvorrat anlegen
Der Kern jeder Vorbereitung ist ein gut durchdachter Notvorrat.
Lebensmittel: Lagern Sie haltbare Produkte ein. Dazu gehören u.a. Konserven (z. B. Bohnen, Thunfisch, Eintopf), Nudeln, Reis und Brot in Dosen.
Der Energiebedarf pro Person und Tag liegt bei etwa 2.400 Kilokalorien (kcal).
Wasser ist lebensnotwendig. Mindestens 2 Liter Trinkwasser pro Person und Tag sollten gelagert werden. Für eine Woche also rund 14 Liter pro Kopf. Beachten Sie, dass ohne Strom die Wasserpumpen der Wasserversorgung nicht mehr funktionieren.
Im Notfall können Sie Regenwasser sammeln oder Leitungswasser abkochen. Hier ist auch die Anschaffung von Wasserfiltern sehr empfehlenswert.
Hygiene: Feuchttücher, Seife, Desinfektionsmittel und Toilettenpapier.
Wärme: Decken, Schlafsäcke und wärmende Kleidung. Netzunabhängige Heizgelegenheit: z.B. Gaskocher, Kerzen, zur Sicherheit: Kohlenmonoxid-Melder
Licht: Kerzen, Feuerzeug, Streichhölzer, Taschenlampen und Batterien, am besten Solarlampen.
Energie: Powerstations sind eine nachhaltige Energiequelle, vor allem wenn diese mit Solarpaneelen ergänzt werden.
Medizin: Erste Hilfe Kasten, persönliche Medikamente, Schmerzmittel
Kommunikation: Batteriebetriebenes Radio (am besten mit Kurbel oder Solarfunktion), um Nachrichten von Behörden zu empfangen
Verhalten während eines Blackouts
Fällt der Strom aus, bleiben Sie ruhig. Überprüfen Sie zuerst, ob es sich um einen lokalen oder flächendeckenden Ausfall handelt. Schalten Sie unnötige Geräte aus, um Überlastungen beim Wiedereinschalten des Stromnetzes zu vermeiden. Nutzen Sie Wasser sparsam und sammeln Sie noch verfügbares Leitungswasser sofort in Eimern oder der Badewanne.
Kochen ohne Strom: Ein Campingkocher mit Gaspatronen oder ein Grill im Freien sind hilfreich, aber achten Sie auf Kohlenmonoxid-Vergiftungen – nutzen Sie sie nur draußen. Für Wärme im Winter: Sammeln Sie sich in einem Raum, um Wärme zu sparen. Vermeiden Sie unnötige Autofahrten, da Ampeln ausfallen, Verkehrschaos herrschen kann und Tankstellen geschlossen sein könnten.
Wie kann ich mein Unternehmen bei einem Blackout schützen?
Hier sind einige Tipps:
- Notstromversorgung:
USV-Anlagen schützen Server und Kassen vor plötzlichem Abschalten. Für längere Ausfälle lohnt sich ein Notstromaggregat mit ausreichend Kraftstoff-Vorrat.
- Daten & IT:
Tägliche Cloud-Backups oder an einen zweiten Standort. Kritische Systeme in Rechenzentren mit redundanter Stromversorgung auslagern.
- Bargeld & Bargeschäfte:
Bargeldreserve und mobiles Kartenterminal mit Akku bereithalten, da EC- und Kreditkartenzahlung oft ausfallen.
- Mitarbeiter & Prozesse:
Blackout-Notfallplan mit klaren Aufgaben, Home-Office-Regelung und Krisen-Kommunikation über WhatsApp/Telegram-Gruppe.
- Versicherung prüfen:
Betriebsunterbrechungsschutz deckt oft Folgekosten ab.
Sie sollten sich umfassend über
Notfallmaßnahmen bei Stromausfall informieren, um ihr Unternehmen wirksam zu schützen.
Mit diesen Schritten bleibt Ihr Unternehmen handlungsfähig und minimiert finanzielle Schäden erheblich.
Fazit: Vorsorge schafft Sicherheit
Ein Blackout ist nicht unmöglich – und Vorbereitung kostet relativ wenig, rettet aber im Ernstfall Leben. Mit einem Notvorrat, einem Plan und grundlegender Ausrüstung sind Sie gut vorbereitet.
Investieren Sie heute in Ihre Sicherheit.
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